Wer bin ich und was soll das hier?

Lizenz zum Schiedsen
Hinter diesem Blog steckt Raimund Klein, Schachspieler aus Leidenschaft (wenngleich dafür viel zu schlecht) und seit 2008 Nationaler Schiedsrichter des Deutschen Schachbunds.

Was ich mit diesem Blog anfangen will, weiß ich selbst noch nicht so genau. Vielleicht eine Brücke schlagen zwischen den "einfachen" Schachspielern und den gerne ignorierten Schiedsrichtern, die meiner Meinung nach durchaus eine wichtige Funktion erfüllen (deswegen mache ich's ja auch). Viele Schachspieler empfinden Schiedsrichter zumeist bestenfalls als überflüssig, vielfach gar als lästige Paragraphenreiter. Dabei ist es unser Anliegen, für Fairness zu sorgen und einen möglichst reibungslosen Ablauf der Partien zu gewährleisten.

Wie ich bei meinem NSR-Lehrgang sehen konnte, sind die allermeisten Schiedsrichter in ehrenamtlicher Funktion auf fast allen Ebenen tätig (ich war's zumindest mal, werde es sicherlich irgendwann auch wieder sein). Ich selbst bilde da keine Ausnahme: Früher war ich im Jugendbereich tätig, inzwischen habe ich nach einigen Jahren Pause die verantwortungsvolle Aufgabe des 2. Schachwarts im Hamburger Schachklub inne. Schon alleine daran kann man erkennen, dass bei so gut wie allen Schiedsrichtern ungeachtet der eigenen Spielstärke eine gewisse Liebe zum Schachsport als solchem vorhanden sein muss. Viele sind auch selbst aktive Turnierspieler, die wenige große Events auslassen.

Die meisten Spieler nehmen den Schiedsrichter erst wahr, wenn mal was klemmt oder ein Streit schon entstanden ist. Dass (zumindest gute) Schiris erst mal alles tun, um derartige Situationen schon mal von vorneherein zu vermeiden, sieht kaum einer; gar honorieren tun es noch weniger. Aber wehe, ein Schiedsrichter zeigt mal Unsicherheit oder entscheidet gegen einen selbst. Dann ist der Zank groß.

Versteht mich nicht falsch, dieses Schicksal wird jedem von uns bereits beim ersten Lehrgang prophezeit. Aber wenn ich nur ein paar Spieler für unser Los sensibilisieren kann, leiste ich mit diesem Blog vielleicht einen klitzekleinen Beitrag zur Akzeptanz der Schiedsrichter im Schach. Wir sind keine Fremdkörper, sondern im Gegenteil verantwortlich für, wie es in den Regeln steht, "durchgehend gute Spielbedingungen" und dafür, "dass die Spieler nicht gestört werden". Genau genommen ist der Schiedsrichter also der beste Freund des Schachspielers. Letztendlich geht es doch allen nur darum, ungestört und in angenehmer Atmosphäre unserem Hobby nachgehen zu können.

Gelegentlich werde ich dieses Medium wohl auch nutzen, um meine Meinung zu aktuellen schachlichen bzw. schachpolitischen Themen darzulegen (womit ich aber keine Partieanalysen meine; wer sich dafür interessiert, ist z.B. bei IM Souleidis besser aufgehoben).

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